Bundesregierung: Ausbau von Windparks auf See beschleunigen

Ausbau von Windparks auf See beschleunigen

Die Bundesregierung will den Ausbau von Windparks auf See beschleunigen.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sprach in Berlin mit Vertretern der norddeutschen Küstenländer und der Netzbetreiber. Dabei ging es um Details des Netzanschlusses der sogenannten Offshore-Anlagen und um Haftungsregeln.

Bundesminister Rösler betonte nach dem Gespräch: “Beim Umbau der Energieversorgung ist die Offshore-Windenergie ein wichtiger Baustein. Daher müssen wir die Rahmenbedingungen für Investitionen in Offshore-Windenergie weiter verbessern.“ Wichtig sei besonders die Haftungsfrage, zu deren Lösung die Bundesregierung noch im Sommer einen Vorschlag vorlegen will.

Im Mittelpunkt stehen eine Haftungsregelung, beispielsweise bei Netzausfällen, und die gesetzliche Regelung zur Netzanbindung mit einem gesonderten mehrjährigen Offshore-Netzentwicklungsplan. Es ist wichtig, Rechtssicherheit für Investoren zu schaffen. Deshalb ist die Frage zu klären, wer haftet, wenn die Windenergieanlagen ihren Strom nicht zum Verbraucher transportieren können, weil die Stromleitung nicht fertig oder länger gestört ist.

Bereits Anfang Juli hatten sich Bundeswirtschaftsminister und Bundesumweltminister Peter Altmaier auf Eckpunkte einer gesetzlichen Regelung verständigt. Gemeinsam wollen sie den Ausbau der Offshore-Windenergie weiter beschleunigen. Bund und Länder haben vereinbart, weiterhin konstruktiv an der Lösung der beim Ausbau der Offshore-Windenergie bestehenden Herausforderungen zusammenzuarbeiten.

Fakten zur Offshore-Windenergie

-Offshore-Energie ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Die Bundesregierung hat sich das Ziel gestellt, die Offshore-Windleistung bis 2030 auf 25.000 Megawatt auszubauen:

-Bis 2020 sollen 10.000 Megawatt Windleistung aus Offshore-Quellen kommen. Gegenwärtig sind 180 Megawatt installiert.

-26 Windparks auf See – 23 davon in der Nordsee und drei in der Ostsee – sind derzeit in Deutschland genehmigt. 40 sollen es einmal sein.

Der erste deutsche Windpark, „alpha ventus“ nahm 2010 als Testfeld in der Nordsee im seinen Betrieb auf. 2011 erzeugte er eine Strommenge von 267 Gigawattstunden und konnte damit rein rechnerisch 70.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Der erste kommerzielle Windpark der Ostsee, Baltic 1, ist 2011 in Betrieb gegangen. Die 21 einzelnen Windanlagen werden etwa 185 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das bedeutet, dass 50.000 Haushalte versorgt werden können.

Quelle: bundesregierung, August 10, 2012; Foto: Sebastian Bolesch

 

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