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Hapag-Lloyd tauft Hamburg Express

Hapag-Lloyd tauft Hamburg Express

Hapag-Lloyd hat heute mit der „Hamburg Express“ den ersten von zehn Neubauten seiner neuen 13.200-TEU-Klasse getauft.

Taufpatin des neuen, größten Schiffes in der Hapag-Lloyd-Flotte ist Cornelia Behrendt, Ehefrau von Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd. Die Taufe fand am Containerterminal Altenwerder (CTA) in Hamburg statt, den der Täufling auch künftig regelmäßig anlaufen wird. Das erste Schiff der neuen „Hamburg Express“-Klasse wird im Loop 4 der G6 Alliance eingesetzt und in diesem Dienst ein Schiff mit rund 8.000 TEU ersetzen. Der Loop 4 bedient von Hamburg aus die Häfen Rotterdam, Singapur, Yantian, Ningbo und Shanghai, bevor es über Yantian, Singapur und Southampton zurück nach Hamburg geht.

„Dass das jüngste und größte Schiff der Hapag-Lloyd-Flotte den Namen unseres Heimathafens um die Welt trägt, setzt eine gute Tradition fort. Das ist ein Zeichen unserer großen Verbundenheit mit Hamburg“, sagte Michael Behrendt. „Der Einstieg in eine neue Größenklasse ist für uns ein gut überlegter Schritt gewesen. Mit den modernen, äußerst effizienten Neubauten der ‚Hamburg Express‘-Klasse sichern wir nicht nur die hohe Wettbewerbsfähigkeit Hapag-Lloyds für die Zukunft ab, sondern auch unsere Strategie eines nachhaltigen Wachstums mit dem Markt.“

Das US-Forschungsinstitut IHS Global Insight sagt bis 2016 ein Wachstum des weltweiten Containervolumens von jährlich fünf bis sechs Prozent voraus. Zwischen 2011 und 2016 wird das Transportvolumen demnach um 36 Millionen Standardcontainer (TEU) auf dann 158 Millionen TEU ansteigen, prognostiziert IHS Global Insight. Selbst im laufenden Jahr soll das Transportvolumen laut Global Insight trotz konjunktureller Unsicherheit in Europa und korrigierter Wirtschaftswachstumsdaten weltweit um vier Prozent wachsen. Im Gegensatz zu diesem deutlichen Nachfragezuwachs befindet sich die Angebotsseite, das weltweite Orderbuch für Containerschiff-Neubauten, mittlerweile auf einem historisch niedrigen Niveau. Zuletzt gab es so wenig Bestellungen im Verhältnis zur fahrenden Weltflotte vor zehn Jahren.

„Hapag-Lloyd ist im internationalen Wettbewerb hervorragend positioniert, um vom künftigen Marktwachstum zu profitieren“, sagte Michael Behrendt auf der Taufe. „Hapag-Lloyd gehört in der Linienschifffahrt zu den klaren Innovations- und Kostenführern. Wir gestalten unsere Industrie aktiv mit, unsere Schiffe sind State of the Art, unsere Besatzungen an Bord und die Mitarbeiter an Land sind bestens ausgebildet und hoch motiviert. Unsere Kundenorientierung und unsere IT-Systeme suchen ihresgleichen.“

Alle zehn Neubauten fahren unter deutscher Flagge, was bei Hapag-Lloyd eine lange Tradition darstellt. Die jüngsten Neubauten, die auf der südkoreanischen Werft Hyundai Heavy Industries in Ulsan entstehen, bieten mit 366 Metern Länge und 48 Metern Breite eine maximale Tragfähigkeit von 142.092 Tonnen bei einem Tiefgang von 15,5 Metern. Ihre Höhe vom Kiel bis zu den Aufbauten beträgt gut 66 Meter.

Die nächsten beiden Neubauten der im Dezember 2010 bestellten Serie übernimmt Hapag-Lloyd Ende September und Mitte November (Einsatz ebenfalls im Loop 4) sowie die restlichen sieben im kommenden Jahr. Zehn Schiffe werden mindestens benötigt, um als Reederei einen Europa-Asien-Loop zu bestücken. Hapag-Lloyd kann nach dem Zugang der Neubauten teurere Charterschiffe zurückgeben und so seine Flottenkapazität den Marktbedürfnissen flexibel anpassen. Inklusive der neuen „Hamburg Express“ umfasst die Hapag-Lloyd-Flotte derzeit 147 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von rund 674.000 TEU.

Die zehn Einheiten der „Hamburg Express“-Klasse werden wie ihre Vorgängerklassen höchste Standards beim Umweltschutz setzen und dank innovativer Technologie an Bord besonders niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte erreichen. Zahlreiche Hapag-Lloyd-Schiffe liegen schon heute um bis zu 30 Prozent unter dem Durchschnitt der fahrenden Weltflotte. Wichtigste Neuerung beim Umweltschutz an Bord der „Hamburg Express“ und ihrer kommenden Schwesterschiffe sind die Ballastwasser-Aufbereitungsanlagen des Hamburger Herstellers Mahle Industriefilter. Das System reinigt das Ballastwasser der Schiffe ohne Chemikalien vor Eintritt und vor Austritt aus den Ballastwassertanks und verhindert durch Filtration und UV-Lichtbehandlung, dass Organismen in den Ballastwassertanks ungewollt in fremde Ökosysteme einwandern können.

Quelle: Hapag-Lloyd, August 19, 2012; Foto: Hapag-Lloyd

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